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Backup und Restore von SD-Karten

23. Mai 2022
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 12. Okt. 2024

Ziel ist es, von der SD-Karte eines Raspberry PI bzw. einer Festplatte eines beliebigen PC's mit Linux-Betriebssystem eine Sicherung (Backup) zu erstellen.

Als Grundvorraussetzung müssen Sie über einen PC verfügen mit einem Linuxbetriessystem, das kann auch zu Not ein Live-System von einer CD sein.


Subgoal 1. Die geeigneten Materialen

Nur Software unter Linux verwenden und diese sollte wenn möglich im System schon enthalten sein.

Materialliste:

Software: dd, arj, scripte, zur Sicherheit die Software Raspberry Pi Imager

Hardware: SD-Karte, Festplatte


Subgoal 2. Image-Erstellung (Backup)


Die SD-Karte ist im PC in einem Slot eingesteckt.

Mit dem Befehl : lsblk erkunden Sie, wie Sie die Karte ansprechen können.



Vorbereitende Maßnahme:

Linuxbefehl im Terminal: lsblk

Man erkennt, das zwei Datenträger im Monent sichtbar sind: sda und mmcblk0

Bei dem Datenträger (sda) handelt es sich um die eingebaute Festplatte mit 6 Partitionen.

Beim Datenträger (mmcblk0) handelt es sich um die SD-Karte, mit eine Boot-Partition (system-boot) und einer Daten-Partition (writable).




Befehlszeile im Linux-Terminal

sudo dd bs=4M if=/dev/mmcblk0 of=save_ksseh_22052022.img conv=fsync status=progress

Je nachdem wie groß die SD-Karte ist (16,32,64GB) kann der Vorgang bis zu 45-60 Minuten dauern.


Nachbereitung des Images

Bei der Erstellung des Images habe ich bewust auf den Einsatz einer gleichzeitigen Kompimierung verzichet. Erstens ist die Dauer des Imaging noch länger und bei nicht so leistungsstarken PC können sichzweitens leicht Fehler bei der Erstellung des Image einschleichen und drittens kann man noch nachträglich die Größe des Speichermediums beim Restore des Images verändern.


Durch Zufall bin ich auf ein geniales kleines Script aufmerksam geworden.

Es stammt von Drew Bonasera (Drewsif). Es ist unbedingt zu empfehlen, meiner Meinung nach. Das Programm bzw. das Bash-Script heisst: pishrink.sh


Das Programm macht aus einem ~64GB Image ein ~8GB Image. Wenn dann dieses verkleinerte Abbild nochmals komprimiert wird, ... wow ... , ist es einfach genial.

Der Haupgrund, dass das Programm die Größe des Image so starkt verkleinert liegt eigentlich darin, das es den nicht benötigten Speicherplatz eliminiert.

z.B.:

Auf meiner SD-Karte von der Größe 64 GB werden nur aktuell knapp 7,5GB verwendet. Der restliche Speicherplatz ist einfach nur leer. Das Programm ermittelt wieviel Speicherplatz eigentlich nur nötig ist, um das Programm auf der SD-Karte lauffähig bei einem Restoring zu machen.

So muss man sich nicht unnötig den Kopf zerbrechen, nehme ich eine 8GB oder 64GB SD-Karte für die Entwicklung und die Testumgebung.

Will oder muss man allerdings noch mehr Speicherplatz aus versandttechnischen Gründen einsparen, so kann jetzt noch zusätzlich ein Komprimierungstool (arj,zip, unzip,gunzip,7zip) zum Einsatz kommen lassen.


Subgoal 3. Image-Wiederherstellung (Restoring)


Die SD-Karte ist im PC in einem Slot eingesteckt.

Mit dem Befehl : lsblk erkunden Sie, wie Sie die Karte ansprechen können.


Es gibt nun zwei Möglichkeiten, dass Restoring der SD-Karte durch zu führen.

Der 1. Weg ist, der Einsatz des Linux-Standardprogramms dd.

Der 2. Weg ist der Einsatz mit Hilfe des Programms: Raspberry Pi Imager


Der 1. Möglichkeit des Restoring = dd

Führen Sie zu Sicherheit den Linux-Befehl : lsblk durch, um den richtige Ansprache des Datenträgers (SD-Karte, mmcblk0) zu erhalten.

Da man, wie beim Backup, die ganze Sd-Karte bzw. Festplatte wieder herstellen (restoren) will, muss man die ganze SD-Karte ansprechen! (mmcblk0 nicht mmcblk0p1):


sudo dd bs=4M if=save_ksseh_22052022.img of=/dev/mmcblk0 conv=fsync status=progress


Es werden nur die Werte von "if=" und "of=" vertauscht.



Der 2. Möglichkeit des Restoring = Raspberry Pi Imager

Dort hölt man sich am besten die neueste Version herunter. Zur Zeit 26.05.2022 ist es die Version imager_1.7_amd64.deb .

Im weiteren Verlauf einfach dem Programm folgen.




Ganz nach unten scrollen.

"Eigenes Image" auswählen.

usw.








Idee bzw. Anmerkung

Eine Idee sei hier noch angemerkt!

Es ist möglich das Image noch in eine ISO-Datei umzuwandeln.

Vortteil hierbei ist, das man sich als Sicherungsmedium neben Festplatte,USB-Stick oder SD-Karte die Möglichkeit eröffnet, eine CD / DVD zu brennen.

So ist man in der Lage eventuelle Änderungen vor zu nehmen bzw. ein bootfähige DVD zu erzeugen. Aber haben Sie ein Auge auf die Größe des Images, denn 4GB sollte sie nicht übersteigen.

Das einfachste Programm hierfür ist ein Befehlszeilentool, das aber sehr einfach und schnell ist ccd2iso .

Installation erfolgt folgendermaßen im Terminal:

sudo apt install ccd2iso

Programm Start:

[Quelle.img] [Ziel.iso]

ccd2iso save_ksseh_22052022.img save_ksseh_22052022.iso


Es gibt für die Fans von GUI auch ein Tool, was nicht im Terminal ausgeführt wird.

Das Programm heißt "Acetoniso" und auch zu finden unter folgendem Link im Internet: https://launchpad.net/ubuntu/+source/acetoneiso


Unter der Webseite "https://wiki.ubuntuusers.de/AcetoneISO/" findet sich eine gute deutschsprachige Anleitung zu diesem Programm.


Anmerkung:

Diese kleine Notiz über Backup und Restore schneidet nur ein kleines Thema von großen Thematik der Sicherung von Daten bzw. Systemen an. Es ist aber ein kleiner Hinweis auf die nächste Notiz, die das Thema der Installation von Softwaresystemen beinhaltet. Es wird um das Thema Installation von "Ordersprinter - KsSEH" gehen. Ordersprinter ist eigentlich eine freie Software um als Kassensystem für Gastronomie und Hotellerie eingesetz zu werden.

Ich habe dieses Programm so umkonfiguriert und kleinste Änderungen vorgenommen, dass es auch im Einzelhandel eingesetzt werden kann.







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